Íkumene Oekumene Kirche Gott Jesus Christus Abtreibung

Abtreibung: Schwangeschaftsberatung im geschlossenem Chatroom unter www.caritas.de
Dieser Aufsatz beschäftigt sich ausführlich mit der biblischen Sicht der Abtreibung. Er stellt heraus, daß auch christliche Kirchen Irrtümern und Fehlentwicklungen unterworfen sein können.
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Unschuld und Schuld in unserer Zeit
Bei einer Diskussion in der Website der Kirche von unten erhielt ich zur Frage der Rechtmäßigkeit, bzw. der ethischen
Tragbarkeit, daß christliche Kirchen Scheine ausstellen, mit deren Hilfe schwangere Frauen
Abtreibungen, die nach unserer Rechtsprechung strafbar sind, straffrei durchführen lassen dürfen, folgendes
Antwort-E-Mail:
> Beraten wollen ja beide Gruppen, die Unterschiede bestehen lediglich in der Frage, ob die Kirche das
> Recht hat eine Abtreibung durch Aushaendigung des umstrittenen Scheines fuer recht und billig und fuer
> christlich ethisch richtig haelt und damit eine Abtreibung im Einzelfall befuerwortet.
>
Sehr geehrter Herr Kopp,

... Fuer mich unverstaendlich ist allerdings Ihr letzter Satz im obenstehenden Zitat: ich kann mir nicht vorstellen,

dass die katholischen Bischoefe zur Zeit, als die Ausstellung der Beratungsscheine noch unterstuetzt wurde (ist
ja noch gar nicht sooo lange her!), deswegen die Abtreibung im Einzelfall befuerwortet bzw. fuer ethisch richtig
gehalten haben. Dies tut auch heute nicht, wer Initiativen wie Donum Vitae oder Frauenwuerde unterstuetzt -
das tut ja nicht einmal der weltliche Gesetzgeber ! Ich zitiere aus dem Strafgesetzbuch:

§ 218 Schwangerschaftsabbruch
(1) Wer eine Schwangerschaft abbricht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
.......
§ 218a Straflosigkeit des Schwangerschaftsabbruchs
(1) Der Tatbestand des § 218 ist nicht verwirklicht, wenn ......
§ 219 Beratung der Schwangeren in einer Not- und Konfliktlage
(1) Die Beratung dient dem Schutz des ungeborenen Lebens. Sie hat sich von dem Bemuehen leiten zu lassen, die
Frau zur Fortsetzung der Schwangerschaft zu ermutigen und ihr Perspektiven fuer ein Leben mit dem Kind zu
eroeffnen; sie soll ihr helfen, eine verantwortliche und gewissenhafte Entscheidung zu treffen. Dabei muss der
Frau bewusst sein, dass das Ungeborene in jedem Stadium der Schwangerschaft auch ihr gegenueber ein
eigenes Recht auf Leben hat und dass deshalb nach der Rechtsordnung ein Schwangerschaftsabbruch nur in
Ausnahmesituationen in Betracht kommen kann, wenn der Frau durch das Austragen des Kindes eine Belastung
erwaechst, die so schwer und aussergewoehnlich ist, dass sie die zumutbare Opfergrenze uebersteigt.

Zusammenfassung:
1. "Wer eine Schwangerschaft abbricht, wird ..... bestraft." bestaetigt den Unrechtscharakter eines jeden
Schwangerschaftsabbruchs.
2. Aus der Erkenntnis heraus, dass das ungeborene Leben nicht gegen, sondern nur mit der Schwangeren
gerettet werden kann, ist die Beratung vorgeschrieben, die zur *Straffreiheit* fuehrt - eben gerade NICHT den
Unrechtscharakter aufhebt. "Die Beratung ... hat sich von dem Bemuehen leiten zu lassen, die Frau zur
Fortsetzung der Schwangerschaft zu ermutigen
..." - um es mit Bischof Lehmann zu sagen (dem Sinne nach), die Ergebnisoffenheit (im Einzelfall) hat nichts zu
tun mit einer (generellen) Zieloffenheit; das Ziel der Beratung ist es, Leben zu retten und das Unrecht einer
Abtreibung zu verhindern. Im Einzelfall abgetrieben wird nicht *wegen* der Bescheinigung, sondern *trotz* der
bescheinigten Beratung.

Wer Befuerwortern von Donum Vitae, Frauenwuerde, ... ein anderes (Un-)Rechtsempfinden unterstellt, muss
sich den Vorwurf gefallen lassen, sich mit der Grundhaltung dieser Frauen und Maenner nicht ausreichend
auseinandergesetzt zu haben.

Mit freundlichen Gruessen - Wolf Seelentag
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Ich will es wagen mich mit dem Rechtsempfinden auseinanderzusetzen.

Wir haben ja in Deutschland schon einige Jahre Erfahrung mit den "Beratungsscheinen". Seit dieser Zeit werden jährlich
etwa 130000 Schwangerschaften, d.h. jede siebte Schwangerschaft abgetrieben. Die staatlichen und kirchlichen
Beratungsstellen erhoben seitdem den Anspruch mit Hilfe dieser Scheine Frauen erreichen zu wollen, die fest entschlossen
sind , legal oder illegal, abzutreiben und sie so eventuell zu einer Änderung ihrer Entscheidung zu bringen und dadurch
Leben zu retten.

Solche, ich will es mal sozialtherapeutischen Maßnahmen nennen, erfordern, wie jede andere Art der Therapie oder
Intervention, eine Effektivitätskontrolle. Man muß der Frage nachgehen, wieviele abtreibungsentschlossene Frauen
kommen zur Beratung und wie viele Kinder können tatsächlich durch den Beratungsschein gerettet werden. Offizielle
Statistiken und Zahlen habe ich aber bislang nicht gefunden.

Ich kann nicht glauben, daß der Staat oder die Kirchen angesichts dieser imensen Zahl von Toden, die das deutsche
Abtreibungsverhalten mit sich bringt, derartige Studien nicht angefertigt haben. Das wäre ja geradezu kriminell. Eher
denke ich, daß die Zahlen derart erschütternd sind, daß man sie zwar nicht veröffentlicht aber trotzdem versucht
Konsequenzen zu ziehen. Dies ist ja schon aus politischen Gründen notwendig, wenn man bedenkt , daß die Renten der
jetzt berufstätigen Generation durch diese Massenabtreibung gefährtet sind.

Diese Zahlen gehören also im Interesse aller auf den Tisch um für die Zukunft kompetente Entscheidungen hinsichtlich der
Beratungspraxis fällen zu können. Sollten solche Zahlen in den letzten Jahren tatächlich nicht erhoben worden sein,
gehören die Verantwortlichen nich meinem Rechtsempfinden wegen fahrlässiger Beihilfe zur Tötung Ungeborener in
vieltausendfachen Fällen vor Gericht.
Das eigentlich nur nebenbei. Ich will die Frage jetzt mal aus biblischer Sicht betrachten.

Wer wird denn eigentlich getötet? - Foeten!

Abtreibungsbefürworter argumentieren, ein Foetus sei noch gar kein richtiger Mensch und darum greife das
Recht auf Leben bei Ihnen nicht. Gibt es in unserer Bibel eine ähnliche Situation? Ich denke schon. Ein Foet ist ein
kleines Wesen, das in erster Linie damit beschäfftigt ist zu wachsen und zu reifen um eines Tages das zu sein, was auch
andere Menschen als Mensch anerkennen. Er ist aber noch nicht in der Lage Entscheidungen zu fällen oder
Handlungen auszuführen, die ihn aus unserer menschlichen Sicht unzweifelhaft zum Menschen machen. Er ist im
höchsten Sinne naiv, oder anders ausgedrückt "unschuldig". Es ist also seine "Unschuld", die uns Menschen dazu
bringt ihn aus der menschlichen Gesellschaft auszuschließen und ihn so ohne Gewissensbisse, wenn wir es wollen
zum Tode zu verurteilen. Mensch oder nicht Mensch - es werden bei den Abtreibungen Unschuldige getötet.

In unserer Bibel gibt es ebenfalls einen Unschuldigen der zum Tod veruteilt wurde - Jesus Christus.

Die Ansichten darüber, wer Jesus war, laufen weit auseinander. Sie reichen von der Meinung, daß Jesus eine
Phantasie-, eine Sagengestalt, eine Fiktion sei, bis zum anderen Ende der Meinunsskala dahingehend, daß er der
Sohn Gottes sei. Auf jeden Fall aber sei er kein, zumindest kein "normaler", Mensch gewesen. Wenn er aber kein
Mensch war, so wäre seine Verurteilung und Tötung, trotz seiner Unschuld, ja auch kein Unrecht. Das erinnert mich
an die Veruteilung und Tötung der unschuldigen, ungeborenen Kinder. Zeitzeugen sehen das aber anders.
Lukas 23,4 Pilatus sprach zu den Hohenpriestern und zum Volk: "Ich finde keine Schuld an diesem Menschen."

... 23,13 Pilatus aber rief die Hohenpriester und die Oberen und das Volk zusammen 23,14 und sprach zu ihnen:
"Ihr habt diesen Menschen zu mir gebracht als einen, der das Volk aufwiegelt; und siehe, ich habe ihn vor euch
verhört und habe an diesem Menschen keine Schuld gefunden, deretwegen ihr ihn anklagt."

Johannes 18,29 Da kam Pilatus zu ihnen heraus und fragte: "Was für eine Klage bringt ihr gegen diesen
Menschen vor?"

.... 19,5 Und Jesus kam heraus und trug die Dornenkrone und das Purpurgewand. Und Pilatus spricht zu ihnen:
"Seht, welch ein Mensch!"
Sehen Sie die Parallelen?

Jesus war unschuldig - ein Foetus ist unschuldig.
Jesus war von Gott, um seinen Auftrag die Welt zu retten, dazu angehalten, keine lebensrettenden Entscheidungen zu
fällen oder sein Lebens rettende Handlungen auszuführen -
Ein Embryo, bzw. ein Foetus ist von Gott so geschaffen, daß er in dieser Entwicklungsphase keine lebensrettende
Entscheidungen fällt oder entsprechende Handlungen ausführt.

Was ich damit ausdrücken will ist, daß nicht der unschuldige, wehrlose Mensch, sei es der Sohn Gottes oder das
ungeborene Kind, ein Nichtmensch ist, sondern, daß wir "erwachsenen", schuldigen Menschen die "Unmenschen" sind.
Darüber muß man nachdenken, wenn man sein Rechtsempfinden prüft.
Wie ist das jetzt aber mit der Beratung? Wird der Berater, der ja gleichzeitig der Schwangeren Frau den Schein
zuteilt mit dessen Hilfe sie eine Tötung straffrei erlangen kann, nicht mitschuld am Tode eines Unschuldigen? Oder
behält er dadurch seine Unschuld an diesem Tod indem er vorher eine Beratung erteilt und der Abtreibungswilligen
Alternativen zum Schwangerschaftsabbruch vorschlägt?

Da können wir gleich bei unserem biblischen Beispiel Pilatus bleiben. Auch er hat versucht seine Unschuld zu
erhalten, indem er den Priestern eine Alternative vorschlug.
Matthäus 27,15 Zum Fest aber hatte der Statthalter die Gewohnheit, dem Volk einen Gefangenen loszugeben,
welchen sie wollten. 27,16 Sie hatten aber zu der Zeit einen berüchtigten Gefangenen, der hieß Jesus Barabbas.
27,17 Und als sie versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: "Welchen wollt ihr? Wen soll ich euch losgeben,
Barabbas oder Jesus, von dem gesagt wird, er sei der Christus?" 27,18 Denn er wußte, daß sie ihn aus Neid
überantwortet hatten.
Spannende Textstelle, nicht wahr?
Auch Pilatus wurde durch die "Beratung" und das Anbieten einer Alternative nicht von seiner Schuld frei. Dafür sorgten
schon die Leute denen er diesen "Ausweg" vorschlug. Außerdem sah er sehr klar, daß der Wille zum Töten keinen
politisch zu rechtfertigenden Grund hatte.
Matthäus 27,20 Aber die Hohenpriester und Ältesten überredeten das Volk, daß sie um Barabbas bitten, Jesus aber
umbringen sollten. 27,21 Da fing der Statthalter an und sprach zu ihnen: Welchen wollt ihr? Wen von den beiden
soll ich euch losgeben? Sie sprachen: Barabbas! 27,22 Pilatus sprach zu ihnen: Was soll ich denn machen mit
Jesus, von dem gesagt wird, er sei der Christus? Sie sprachen alle: Laß ihn kreuzigen! 27,23 Er aber sagte: Was
hat er denn Böses getan? Sie schrien aber noch mehr: Laß ihn kreuzigen!
Ebenso wie Pilatus sich nicht aus einer Mitschuld herauswinden konnte, indem er das Ansinnen der Hohenpriester und der
Volksmasse zum Unrecht schließlich akzeptierte, können "Berater", die Alternativen zur Abtreibung vorschlagen, sich nicht
aus einer Mitschuld herausreden, wenn sie einen Schein ausgeben, der die Abtreibung straffrei macht. Sie akzeptieren
damit das Unrecht ebenso wie Pilatus.

Um sich jetzt wenigstens den Schein der Unschuld zu bewahren, greift Pilatus zu einem theatralischen Trick.
Matthäus 27,24 Als aber Pilatus sah, daß er nichts ausrichtete, sondern das Getümmel immer größer
wurde, nahm er Wasser und wusch sich die Hände vor dem Volk und sprach: Ich bin unschuldig an seinem Blut;
seht ihr zu!
Und da sind wir wieder bei unserem E-Mail
2. Aus der Erkenntnis heraus, dass das ungeborene Leben nicht gegen, sondern nur mit der Schwangeren gerettet
werden kann, ist die Beratung vorgeschrieben, die zur *Straffreiheit* fuehrt - eben gerade NICHT den
Unrechtscharakter aufhebt. "Die Beratung ... hat sich von dem Bemuehen leiten zu lassen, die Frau zur
Fortsetzung der Schwangerschaft zu ermutigen
..." - um es mit Bischof Lehmann zu sagen (dem Sinne nach), die Ergebnisoffenheit (im Einzelfall) hat nichts zu tun
mit einer (generellen) Zieloffenheit; das Ziel der Beratung ist es, Leben zu retten und das Unrecht einer Abtreibung
zu verhindern. Im Einzelfall abgetrieben wird nicht *wegen* der Bescheinigung, sondern *trotz* der bescheinigten
Beratung.
Pilatus war ein Kind seiner Zeit und bevorzugte eine volkstümliche Geste um sich aus der Affaire zu ziehen. Er hätte aber
auch, wie es heute üblich ist, zu dem juristischen Taschenspielertrick von Wortjonglagen über Ergebnisoffenheit und
Zieloffenheit greifen können. Er hätte auch sagen können: "Mein Ziel war unschuldiges Leben zu retten. Ich habe euch eine
Alternative angeboten. Ihr mordet nicht wegen, sondern trotz meines Vorschlages." Beeindruckende Worte aber billige
Ausrede für einen Mann, der die Macht hat ein solches Vorgehen zu verbieten.

Aber sehen wir uns den Bibeltext ruhig weiter an.
Matthäus 27,25 Da antwortete das ganze Volk und sprach: "Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!"
Das Volk Israel, die Hohenpriester gehen bereitwillig auf dieses Theater ein, ebenso wie unsere moderne Gesellschaft auf
die smarten Wortjonglagen unserer Juristen. Sie entbinden Pilatus von seiner Schuld indem sie die Schuld auf sich nehmen.
Seine Mitschuld, die Tötung eines Unschuldigen nicht verhindert zu haben, können sie ihm aber nicht nehmen. Und so
bleibt Pilatus vor Gott, vor sich selbst und vor der Nachwelt in Schande und Schuld.
Was aber waren die Folgen der Entscheidungen? Was Jesus bereits vor seiner Festnahme vorhergesehen hat
traf eine Generation später ein.
Lukas 19,41 Und als er nahe hinzukam, sah er die Stadt und weinte über sie 19,42 und sprach: "Wenn doch auch
du erkenntest zu dieser Zeit, was zum Frieden dient! Aber nun ist's vor deinen Augen verborgen. 19,43 Denn es
wird eine Zeit über dich kommen, da werden deine Feinde um dich einen Wall aufwerfen, dich belagern und von
allen Seiten bedrängen, 19,44 und werden dich dem Erdboden gleichmachen samt deinen Kindern in dir und keinen
Stein auf dem andern lassen in dir, weil du die Zeit nicht erkannt hast, in der du heimgesucht worden bist."
Es bewahrheitete sich auf dramatische Weise durch die Zerstörung Israels. Durch die weltweite Zerstreuung
des jüdischen Volkes über Jahrhunderte hinweg. Bis heute hinein gibt es noch kein stabiles Land Israel, auch
wenn es offiziell auf der Landkarte zu sehen ist. Wer einmal in Israel privat außerhalb der Touristenrouten
unterwegs war, der weiß, daß es sich lediglich um eine Region handelt um die ein mehr oder weniger kalter
oder heißer Krieg geführt wird. Ein Staat, wie man ihn sich bei uns vorstellt, ist das noch lange nicht. Noch immer wirkt
diese Selbstverfluchung:
Matthäus 27,25 Da antwortete das ganze Volk und sprach: "Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!"
Was waren die Folgen der Entscheidung für Pilatus?

Über das weitere Leben des Pilatus wissen wir nichts Genaues. Aber wir wissen was aus dem römischen Reich, für das
Pilatus repräsentativ stand, wurde. Was damals keiner für möglich gehalten hätte geschah. - Ein paar, in der damaligen Zeit
als primitiv erachtete Volksstämme aus dem Norden, überrannten Rom und
ließen das ganze Weltimperium zu einem Scherbenhaufen werden, der bis heute lediglich noch für Historiker von
Bedeutung ist.

Welche Folgen entstehen für unsere Gesellschaft, wenn sie weiterhin unschuldiges Leben massenweise
vernichtet? Welche Folgen entstehen für die christlichen Kirchen, wenn sie weiterhin eine laue Haltung, wie
sie bereits Pilatus gezeigt hatte, einnimmt?

Einige Folgen für unsere Gesellschaft zeichnen sich heute schon ab. Unsere Politiker jammern jetzt schon:
"Die Deutschen sterben aus. Wir brauchen die Einwanderer." - "Wie sollen wir nur die vielen Einwanderer,
die ja aus so vielen verschiedenen Kulturen stammen bei uns integrieren." - "Wir brauchen eine Leitkultur" -
"Wer soll die Renten in Zukunft zahlen?" - "Die Rentner der nächsten Generation werden, wenn das so
weitergeht, in Elend und Armut leben"

Die Folgen für unsere großen, christlichen Konfessionen sind auch schon abzusehen. Die Getauften trauen
den Aussagen ihrer Kirchen nicht mehr. Sie trauen ihnen nicht mehr zu, daß sie im Auftrage Gottes reden
und handeln. Massenhafte Kirchenaustritte in den westlichen Ländern. Abnahme des Einflusses auf Ethik,
Moral und grundlegende Entscheidungen. Zunehmende Bedeutungslosigkeit.
Die Kirchen dürfen sich nicht, wie Pilatus, mitschuldig machen durch eine Beraterpraxis die eine Tötung
Unschuldiger straffrei macht. Es war ein Fehler sich an dieser Maßnahme zu beteiligen. Und es wurde Zeit,
daß Papst Johannes Paul der zweite diese Entscheidung korrigierte und klar Stellung bezog das Unrecht Unrecht bleibt,
gleichgültig ob man durch menschliche, juristische Wortspielereien oder durch theatralische Handwaschungen aus schwarz
weiß zu machen sucht.

Wir können nur darum beten, daß der Geist Gottes unseren Kirchenführern die Weisheit, die Kraft und vor
allem auch den Mut gibt, zwar unpopuläre, aber richtige und gerechte, christliche und biblisch fundierte
Standpunkte einzunehmen.

Ich glaube, nur so wird die Christenheit wieder unter dem Segen Gottes stehen, wen wir alle, in ökumenischer
Einmut Recht Recht und Unrecht Unrecht nennen und dazu stehen. Dann können wir auch auf göttlicher Hilfe
für unsere schwangeren Frauen rechnen.

Amen