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Wiederauferstehung, ein biblisches Vorkommen, ein Glaubensssatz der Christenheit wird zu einem spektakulären, weltlichen Ereignis umformuliert. Daß dabei nicht Heilsdanken, sondern massive wirtschaftliche Interessen dahinterstehn, soll in diesem Artikel aufgezeigt werden. Außerdem soll darüber nachgedacht werden, welche Konsequenzen diese pseudoreligiösen Vorgänge mit sich bringen können.
November 2001
Die Wiederauferstehung der Twin Towers in New York

Eine seltsame Meldung ging letzte Woche durch die Medien:
"Die von Terroristen zerstörten Twin Towers in Manhatten, New York, sollen zu Weihnachten 2001 wieder auferstehen."

Abgesehen von der Tatsache, daß tote Gebäude nie gelebt haben und damit auch nicht wieder lebendig werden, also auferstehen können, ist das eine unglaubliche, ungeheuerliche Nachricht.

Wie will man das innerhalb von nur fünf Wochen schaffen zwei, mehrere hundert Meter hohe Bürotürme zu bauen. - Ein Wunder?

Jesus von Nazareth hatte auch einmal davon gesprochen den Tempel zu Jerusalem abzureisen und in drei Tagen wiederaufzubauen. Man hatte ihm nicht geglaubt. Man hatte auch nicht erkannt, daß er ein noch viel größeres Wunder im Auge hatte. Nämlich die Wiederauferstehung eines bereits den dritten Tag im Tode befindlichen Menschen, seinen eigene, von Gott gewirkte Auferstehung. Hier hatte es sich um eine echte, tatsächliche Wiederauferstehung gehandelt.

In New York sieht das etwas anders aus. Dort sollen lediglich ein paar starke bunte Scheinwerfer aufgestellt werden, die senkrecht in die Luft strahlen und so in der Weihnachtsnacht die Illusion der wiedererstandenen Towers erwecken, die sich mehrere Kilometer hoch in den Himmel über New York empor recken. Eine Illusion, ein Lichtspiel, eine Art technischer Zaubertrick, den einige italienische Ingenieure, natürlich, wie sollte es anders sein, gegen gutes Geld inszenieren wollen.

Amerika wird begeistert dabei sein und wieder mal einen Event feiern, ein Spektakel auf den Ruinen des "Ground Zero", einem Massengrab in den Trümmern des Tempels des Mammon erleben. Ob allerdings diese Art der Wiederauferstehung geeignet ist ebenso vielen Menschen zum Glück auf Erden und nach dem Tode zu verhelfen, wie die Wiederauferstehung dessen, dessen Geburtstag eigentlich gefeiert werden müßte?

Die Wiederauferstehung Christi hat berechtigte Hoffnung auf eine Wiederauferstehung für Millionen von Menschen gebracht, sie hat vom Elend der nicht wiedergutzumachenden Schuld befreit, sie hat das Schreckgespenst der verrinnenden Lebenszeit vertrieben und Licht in die dunkelsten Stellen der menschlichen Herzen gebracht. - Und das über Jahrhunderte, ja Jahrtausende hinweg.

Wird die amerikanische Nation ähnliches erleben, wen ihr Messias, das World Trade Center wiederaufersteht?
Sicher es wird eine tolle Lightshow, es wird Sekt in Strömen fließen, Fernsehen und alle Medien werden dabei sein und allen Menschen weltweit die Botschaft der Wiederauferstehung zu Weihnachten bringen. Die Großen dieser Welt werden es ich nicht nehmen lassen dort zu sein und noch viel größere Worte zu produzieren. Man wird wieder Spenden für die Hinterbliebenen sammeln. Es wird ein großes rauschendes Fest mit Glitter und Gloria.

Es wird schon ein wenig anders zugehen, als damals bei Jesus:
Er ist in aller Stille, nur in Anwesenheit von ein paar römischen Legionären wiederauferstanden, ohne Fernsehen, ganz still und unerkannt, ohne Spektakel und Feiern.

Und da wird noch etwas anders sein.

Die Hinterbliebenen der in den Towers ums Leben gekommenen werden vielleicht sogar als Ehrengäste dabei sein. Aber werden sie deshalb anhaltenden Trost und Zuversicht finden? Werden sie wegen der paar Scheinwerfern ihre Ehepartner , Väter, Mütter oder Kinder wieder lebend zurückbekommen, oder wenigsten die Hoffnung darauf?

Nichts von alledem wird geschehen.

Im Gegenteil, sie werden erkennen daß hinter dem ganzen Gerede von Wiederauferstehung nur ein großer Betrug steckt und daß man auf Kosten ihres Leides, ihrer Trauer und ihrer Verlassenheit ein Geschäft macht, an dem sich andere bereichern. - Ihre Trauer und Einsamkeit wird nur noch schlimmer durch die Erkenntnis dieser Realität

Statt Hoffnung Enttäuschung, statt Freude Trauer, statt Zuversicht Leid, statt Leben Geschäfte.

"An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen" – so kann man die Worte Jesu nachlesen.

Die Wiederauferstehung der Twin Towers ist nicht das Werk Gottes, denn diese Werke sind immer mit Leben verbunden.

Diese Art der Wiederauferstehung, die lediglich ein Gebäude in den nächtlichen Himmel projiziert, ist nur Werk gerissener Geschäftsleute und ehrgeiziger Ingenieure, ist letzten Endes nur das Werk Mammons.

Die alten Götzen, auch wenn sie heute neue Namen tragen, leben noch immer. Und wie im Altertum können sie den Menschen keine echte Hilfe sein, sondern spiegeln ihnen vorübergehend schöne Illusionen vor, die ihnen schließlich doch nur neues Leid, neue Trauer und neuen Schmerz, Qual und Tod bringen.

In ein paar Jahren spricht aber soundso kaum mehr jemand über diese Twin Touwers, weil Gott dafür sorgen wird, daß das echte Leben weitergehen wird.

Die Twin Towers werden mögen vielleicht tatsächlich wieder aufgebaut werden, aber sie werden im Vergessen der Geschichte doch irgendwie, irgendwann ihr Grab finden.

Gott und Jesus Christus werden dieses Schicksal nicht erleiden, ebensowenig wie die Menschen, die an ihn glauben.

1. Advent 2001 a.D.
 
 
 
 
Siehe auch Krieg in Afghanistan 2001
Nachtrag (30. Dez. 2001): In den Medien fand ich nun doch keine Wiederauferstehung in New York. Was auch immer der Grund sein mag, daß dieses makabre, geschmack- und herzlose Spektakel abgesagt worden ist, vermag ich nicht zu sagen.
Aber eines liegt mir auf den Lippen: "Gott sei Dank!"
Nachtrag März 2002: In den Nachrichten haben sie es nun doch gezeigt. Die Lichtsäulen über Manhattan. Zu einer Wiederaufersteheung gehört aber doch etwas mehr als das Foto zeigt, oder?
 
Matthäusevangelium:

26,57 Die aber Jesus ergriffen hatten, führten ihn zu dem Hohenpriester Kaiphas, wo die Schriftgelehrten und Ältesten sich versammelt hatten.
26,58 Petrus aber folgte ihm von ferne bis zum Palast des Hohenpriesters und ging hinein und setzte sich zu
den Knechten, um zu sehen, worauf es hinaus wollte.
26,59 Die Hohenpriester aber und der ganze Hohe Rat suchten falsches Zeugnis gegen Jesus, daß sie ihn töteten.
26,60 Und obwohl viele falsche Zeugen herzutraten, fanden sie doch nichts. Zuletzt traten zwei herzu
26,61 und sprachen: "Er hat gesagt: Ich kann den Tempel Gottes abbrechen und in drei Tagen aufbauen."
26,62 Und der Hohepriester stand auf und sprach zu ihm: Antwortest du nichts auf das, was diese gegen dich bezeugen?
26,63 Aber Jesus schwieg still. Und der Hohepriester sprach zu ihm: "Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, daß du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes."
26,64 Jesus sprach zu ihm: "Du sagst es. Doch sage ich euch: Von nun an werdet ihr sehen den Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen auf den Wolken des Himmels."
26,65 Da zerriß der Hohepriester seine Kleider und sprach: "Er hat Gott gelästert! Was bedürfen wir weiterer
Zeugen? Siehe, jetzt habt ihr die Gotteslästerung gehört.
26,66 Was ist euer Urteil?" Sie antworteten und sprachen: "Er ist des Todes schuldig."
26,67 Da spien sie ihm ins Angesicht und schlugen ihn mit Fäusten. Einige aber schlugen ihn ins Angesichta
26,68 und sprachen: "Weissage uns, Christus, wer ist's, der dich schlug?"
 
2,11 Darum denkt daran, daß ihr, die ihr von Geburt einst Heiden wart und Unbeschnittene genannt wurdet von denen, die äußerlich beschnitten sind,
2,12 daß ihr zu jener Zeit ohne Christus wart, ausgeschlossen vom Bürgerrecht Israels und
Fremde außerhalb des Bundes der Verheißung; daher hattet ihr keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt.
2,13 Jetzt aber in Christus Jesus seid ihr, die ihr einst Ferne wart, Nahe geworden durch das Blut Christi.
2,14 Denn Er ist unser Friede, der aus beiden eines gemacht hat und den Zaun abgebrochen hat, der dazwischen war, nämlich die Feindschaft. Durch das Opfer seines Leibes
2,15 hat er abgetan das Gesetz mit seinen Geboten und Satzungen, damit er in sich selber aus den zweien einen neuen Menschen schaffe und Frieden mache
2,16 und die beiden versöhne mit Gott in einem Leib durch das Kreuz, indem er die Feindschaft tötete durch sich selbst.
2,17 Und er ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren.
2,18 Denn durch ihn haben wir alle beide in einem Geist den Zugang zum Vater.
2,19 So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen,
2,20 erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist,
2,21 auf welchem der ganze Bau ineinandergefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn.
2,22 Durch ihn werdet auch ihr miterbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist.
 
7,15 "Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.
7,16 An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln?
7,17 So bringt jeder gute Baum gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt schlechte Früchte.
7,18 Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen.
7,19 Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.
7,20 Darum: an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen."

 
3. Buch Mose - Levitikus

26,27 Werdet ihr mir aber auch dann noch nicht gehorchen und mir zuwiderhandeln,
26,28 so will auch ich euch im Grimm zuwiderhandeln und will euch siebenfältig mehr strafen um eurer Sünden willen,
26,29 daß ihr sollt eurer Söhne und Töchter
Fleisch essen.
26,30 Und ich will eure Opferhöhen vertilgen und eure Rauchopfersäulen ausrotten und will eure
Leichname auf die Leichname eurer Götzen werfen und werde an euch Ekel haben.
26,31 Und ich will eure Städte wüst machen und eure Heiligtümer verheeren und will den lieblichen Geruch eurer Opfer nicht mehr riechen.
26,32 So will ich das Land wüst machen, daß eure Feinde, die darin wohnen werden, sich davor entsetzen. 26,33 Euch aber will ich unter die Völker zerstreuen und mit gezücktem Schwert hinter euch her sein, daß euer Land soll wüst sein und eure Städte zerstört.

Psalm 78

78,56 Aber sie versuchten Gott und trotzten dem Höchsten und hielten seine Gebote nicht;
78,57 sie wichen zurück und waren treulos wie ihre Väter und versagten wie ein schlaffer Bogen;
78,58 sie erzürnten ihn mit ihren Höhen und reizten ihn zum Zorn mit ihren Götzen.
78,59 Als das Gott hörte, entbrannte sein Grimm, und er verwarf Israel so sehr,
78,60 daß er seine Wohnung in Silo dahingab,das Zelt, in dem er unter Menschen wohnte;
78,61 er gab seine Macht* in Gefangenschaft und seine Herrlichkeit* in die Hand des Feindes; *Gemeint ist die Bundeslade (Ps 132,8; 1. Sam 4,21).
78,62 er übergab sein Volk dem Schwert und ergrimmte über sein Erbe.
78,63 Ihre junge Mannschaft fraß das Feuer, und ihre Jungfrauen mußten ungefreit bleiben.
78,64 Ihre Priester fielen durchs Schwert, und die Witwen konnten die Toten nichtbeweinen.