Gebet, Oekumene, Ökumene, Papst, Petrus, Jünger, Kirche, Katholisch, Gott, Jesus, Christus, Evangelium, Konfessionen, Neujahr, 2002

Gebet zum neuen Jahr 2002:  
Matthäusevangelium Kapitel 24 und 25

Neujahrsgebet

Es herrschen Kriege gegen Unschuldige auf dieser Welt
Wie du gesagt hast , Herr-
Völker erheben sich gegen andere Völker,
wie du gesagt hast, Herr,
Erbeben erschüttern die Welt, rauchende Feuerwalzen verdunkeln die Sonne,
wie du gesagt hast, Herr.
Fluten, Hunger, Vergewaltigung, Verstümmelung, Wahnsinn, Flüchtlingsströme -
Wie du gesagt hast.

Unruhe und Angst beherrschen diese Welt.
Unruhe und Angst beherrschen die Armen wie die Mächtigen.
die Kriege werden wütender,
denn selbst den Mächtigsten versagen Knie und Verstand.
Mit Gift terrorisieren sie ihr eigenes Volk,
um ihre Kinder noch williger in Kriege zu schicken,
um sie noch mehr die Gerechtigkeit vergessen zu machen.
um Unheil anzurichten.
Und Haß führt zu Haß und Gewalt zu Gewalt.
Wie du gesagt hast, Herr.
Die Herzen erkalten und die Liebe ist vergessen bei vielen.
Wie du gesagt hast, Herr.

Darum will ich dich loben,
weil du denen, die dir vertrauen das alles schon längst gesagt hast.
Darum will ich dich preisen,
weil du den Trost schenkst.
Darum will ich dich ehren,
weil du den guten Rat gibst.
Darum will ich dir singen,
weil du den Weg zeigst.
Darum will ich dich anbeten,
weil du zum Frieden führst.
Darum will ich dir vertrauen,
weil du nachts ruhig schlafen läßt.
Darum will ich dich lieben,
weil du mich stärkst um zu helfen.
Darum will ich mich nach dir sehnen,
weil du die Wahrheit bist.
Darum will ich zu dir aufsehen,
weil du das Licht bist.
Darum will ich dich suchen,
weil du gnädig bist.
Darum will ich dich anrufen,
weil du barmherzig bist.
Darum will ich immer bei dir bleiben,
weil du treu bist.

Und wenn sich die ganze Welt in der Dunkelheit verloren sieht;
und sie verzweifeln will, weil vor ihren Augen nur Finsternis liegt,
so will ich zuversichtlich sein, - ja, ich will fröhlich sein,
weil du bei mir bist,
wie du gesagt hast
du mein Gott,
du mein Jesus.

Amen
 
24. Kapitel Matthäusevangelium

JESU REDE ÜBER DIE ENDZEIT

Das Ende des Tempels

24,1 Und Jesus ging aus dem Tempel fort, und seine Jünger traten zu ihm und zeigten ihm die Gebäude des Tempels.
24,2 Er aber sprach zu ihnen: Seht ihr nicht das alles? Wahrlich, ich sage euch: Es wird hier nicht ein Stein auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen werde.

Der Anfang der Wehen

24,3 Und als er auf dem Ölberg saß, traten seine Jünger zu ihm und sprachen, als sie allein waren: Sage uns, wann wird das
geschehen? und was wird das Zeichen sein für dein Kommen und für das Ende der Welt?
24,4 Jesus aber antwortete undsprach zu ihnen: Seht zu, daß euch nicht jemand verführe.
24,5 Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin der Christus, und sie werden viele verführen. 24,6 Ihr werdet hören von Kriegen und Kriegsgeschrei; seht zu und erschreckt nicht. Denn das muß so geschehen; aber es ist noch nicht das Ende da.
24,7 Denn es wird sich ein Volk gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; und es werden Hungersnöte sein und Erdbeben hier und dort.
24,8 Das alles aber ist der Anfang der Wehen.
24,9 Dann werden sie euch der Bedrängnis preisgeben und euch töten. Und ihr werdet gehaßt werden um meines Namens
willen von allen Völkern.
24,10 Dann werden viele abfallen und werden sich untereinander verraten und werden sich untereinander hassen.
24,11 Und es werden sich viele falsche Propheten erheben und werden viele verführen.
24,12Und weil die Ungerechtigkeit überhand nehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten.
24,13 Wer aber beharrt bis ans Ende, der wird selig werden.
24,14 Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen.

Die große Bedrängnis

24,15 Wenn ihr nun sehen werdet das Greuelbild der Verwüstung stehen an der heiligen Stätte, wovon gesagt ist durch den
Propheten Daniel (Daniel 9,27; 11,31), - wer das liest, der merke auf! -,
24,16 alsdann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist;
24,17 und wer auf dem Dach ist, der steige nicht hinunter, etwas aus seinem Hause zu holen;
24,18 und wer auf dem Feld ist, der kehre nicht zurück, seinen Mantel zu holen.
24,19 Weh aber den Schwangeren und den Stillenden zu jener Zeit!
24,20 Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter oder am Sabbat.
24,21 Denn es wird dann eine große Bedrängnis sein, wie sie nicht gewesen ist vom Anfang der Welt bis jetzt und auch nicht wieder werden wird.
24,22 Und wenn diese Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Mensch selig werden; aber um der Auserwählten willen werden diese Tage verkürzt.
24,23 Wenn dann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist der Christus! oder da!, so sollt ihr's nicht glauben.
24,24 Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, so daß sie, wenn es möglich wäre, auch die Auserwählten verführten.
24,25 Siehe, ich habe es euch vorausgesagt.
24,26 Wenn sie also zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüste!, so geht nicht hinaus; siehe, er ist drinnen im Haus!, so glaubt es nicht.
24,27 Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten und leuchtet bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschensohns sein.
24,28 Wo das Aas ist, da sammeln sich die Geier.

Das Kommen des Menschensohns

24,29 Sogleich aber nach der Bedrängnis jener Zeit wird die Sonne sich verfinstern und der Mond seinen Schein
verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen.
24,30 Und dann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohns am Himmel. Und dann werden wehklagen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen den Menschensohn kommen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und
Herrlichkeit.
24,31 Und er wird seine Engel senden mit hellen Posaunen, und sie werden seine Auserwählten sammeln
von den vier Winden, von einem Ende des Himmels bis zum andern.