Ökumene, Kirche, Gott, Jesus, Christus, Könige, Wer ist das Volk Gottes? Eine alte Streitfrage, die die Bibel beantwortet ohne auf menschlich religiöse oder kirchlich konfessionelle Gebundenheiten falsche Rücksicht zu nehmen

Was ist Wahrheit?

"Was ist Wahrheit?" Was die wenigsten wissen ist, daß dies eine berühmte, dramatische Frage ist, die schon Pilatus an Jesus stellte

(Johannesevangelium: 18,37 Da fragte ihn Pilatus: So bist du dennoch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, daß ich die Wahrheit bezeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme. 18,38 Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit?)

So ratlos Pilatus war diese Frage eindeutig zu beantworten, so ratlos scheint auch unsere Generation zu sein. Es gibt so viele "Wahrheiten".

Mich selber beschäftigt die Frage, ob unsere Kirchen immer die Wahrheit sprechen. Nicht daß ich ihnen den Vorwurf machen wollte, sie würden bewußt lügen, aber ich entdecke immer wieder Diskrepanzen zwischen den Aussagen in der Heiligen Schrift und dem was gesagt und dem wie gehandelt wird. Ich denke, diese Diskrepanzen aufzudecken, sie zu hinterfragen und nach wahrhaftigen Antworten zu suchen ist die Aufgabe der Ökumene.

Sieht man in noch älteren Schriften nach, so stößt man auf folgenden Satz:
"Kaum erraten wir die irdischen Dinge, und was auf der Hand liegt, finden wir mit Mühe, das Himmlische aber, wer könnte es je ergründen?" (Buch der Weisheiten 9,16). Denkt man über diesen Satz nach so kann man wirklich ins Grübeln geraten.

Was wissen wir über die irdischen Dinge? Welche Dinge, die auf der Hand zu liegen scheinen, haben wir gefunden und erkannt?

Denken wir doch mal nach, wie es heute auf unserer Welt zugeht, worüber wir ständig Berichte hören und sehen.

Da führt der Präsident des mächtigsten demokratischen Landes, der noch nicht einmal selbst weiß, ob er der rechtmäßig gewählte Präsident ist, einen Krieg gegen Afghanistan. Dieser Krieg aber ist, so sagt er, kein Krieg und die Kriegsgefangenen sind keine Kriegsgefangenen. Wenn aber dieser Krieg kein Krieg ist, was ist er dann? Ein Überfall, ein Terroranschlag? Das würde er sicher ebenfalls verneinen. Was sind das dann für Gefangene? Wen sie schon nicht Kriegsgefangene sind, die der Genfer Konvention unterstehen, sind sie dann Häftlinge? Warum stellt man sie dann nicht vor ein Gericht? Warum sind sie dann in Camps, wo bekanntlich Menschen Menschen unmenschliches antun? Warum werden sie auf Kuba in Käfige gehalten, warum dem israelischen Geheimdienst zum Verhör unterstellt. Was haben die Israelis mit Afghanistan zu tun? Wo ist Bin Laden, gibt oder gab es ihn denn jemals? Was machen unsere Bundeswehrsoldaten, die zu humanitären Zwecken nach Afghanistan beordert wurden, wenn sie dort, wie man inzwischen gelesen hat, dort zur kämpfenden Truppe gehören? Was haben Bombenteppiche mit humanitären Maßnahmen zu tun? Die Reihe der unbeantworteten Fragen läßt sich beliebig fortsetzen

– Wie wir unschwer erkennen können, sind all die Dinge, die sich heute ereignen und an denen wir so lebhaft an unseren Fernsehgeräten und im Internet teilnehmen, höchst undurchsichtig und nicht nachvollziehbar.

Um bei unserem Bibelwort aus dem Buch der Weisheiten zu bleiben: Wir wissen, trotz unserer Medienwelt und Pressefreiheit, trotz der offenen Gesellschaft, nichts über die Dinge dieser Welt; nichts über Afghanistan, nichts über Amerika, nichts über seinen Präsidenten, nichts über unseren Kanzler, nichts über die großen Geldschiebereien in unserem Land, nichts über den Nahen Osten.

Wen wir es genau bedenken, wissen wir gar nichts. Dinge, die auf der Hand zu liegen scheinen, liegen im Dunkel der Lügen und Halbwahrheiten. – Von Wahrheit keine Spur.

"Was ist Wahrheit?"

Was irdische Dinge anbelangt, können wir die Wahrheit tatsächlich kaum ergründen. Die Frage ist berechtigt, wie wir denn dann die Himmlischen Dinge ergründen können wollen.

Trotzdem, in Himmlischen Dingen gibt es eine Antwort. Daß es die Antworten unserer christlichen Kirchen sind, ist, angesichts ihrer Streitereien, zu bezweifeln. Die Antworten liegen ausschließlich in der Bibel, auch wenn man sich über die Interpretation zu unterhalten hat. Diese Unterhaltung, diese Diskussion ist Aufgabe der christlichen Konfessionen, ist Aufgabe der Ökumene. Uns als Christen ist der Erklärer Nummer eins Jesus.

(Johannesevangelium: 18,37 Da fragte ihn Pilatus: So bist du dennoch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, daß ich die Wahrheit bezeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme. 18,38 Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit?)

Sie stellen sich jetzt sicher die Frage wozu das gut sein soll. Die Bibel weiß viel über den Himmel und nicht nur darüber. Sie weiß viel über große und kleine Menschen, ihre Psychologie, ihre Leben und Schicksale. Sie weiß viel über Völker, Nationen, Kulturen. Ihre Politik, ihre Entwicklungen. Sie berichtet über Auf- und Niedergang von ganzen Kulturen. Sie ist das Buch mit dessen Hilfe man die Welt in der wir leben begreifen können. Sie zeigt uns wie wir die Irdischen Dinge unserer Welt begreifen können. Jesus ist die Antwort, aber natürlich nur wenn man sich mit ihm beschäftigt.

In dieser Richtung ist, meines Erachtens, noch viel zu wenig geforscht worden.